Beitrag zur Geschichte des
Ortes Oberhundem
Unser malerischer Ort
Oberhundem liegt umgeben von
Wäldern und Wiesen im oberen
Hundemtal. Sein Name wird
erstmals im Jahre 1308 im
Liber valorios, einem
Einkünfteverzeichnis der
Pfarreien der Erzdiözese
Köln erwähnt.
Alten Überlieferungen
zufolge soll die Siedlung
bereits vor 1000 nach Christus
entstanden sein. Somit feierte
Oberhundem bereits 1927 mit
der gesamten Freigrafschaft
Hundem sein 1000-jähriges
Bestehen. Die offizielle
700-Jahr-Feier soll jedoch
2008 in Oberhundem gefeiert
werden.
Hon bzw. Hun bedeutet
Kuppe, Berg, Wald; mede
bedeutet Matte bzw. Wiese.
Somit bedeutet Homede,
Hundeme, Hundem – Bergmatte.
Hundem ist also der Name für
ein Dorf, welches zwischen
Wiesen und Wäldern liegt.
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| Oberhundem
1897 |
Oberhundem
1920 |
Unser Ort wurde über
Jahrhunderte durch die
Herrschaft derer von
Fürstenberg geprägt. Kaspar
von Fürstenberg wurde am 14.
Februar 1570 zum Erbdrosten
des Amtes Bilstein ernannt.
Seitdem haben die
Fürstenbergs die Verwaltung
unserer Heimat ununterbrochen
bis zum Anfang des 19.
Jahrhunderts ausgeübt. So lag
es nahe, dass der Paderborner
Dompropst Johann Adolf von
Fürstenberg als Alterssitz
und für Stunden der Erholung
einen Platz im Bilsteiner Amt
suchte, der inmitten
fürstenbergischen
Besitztümern lag. Als sich
die Gelegenheit ergab in
Oberhundem einen vormaligen
Adelsbesitz der Herren von
Bruch zu erwerben, nutzte er
die Gunst der Stunde und
kaufte das Gut „ Auf der
Borch“ Er schätzte
Oberhundem vor Allem wegen
seiner guten
Jagdmöglichkeiten in den
arten- und wildreichen
Wäldern.

Im Jahre 1676 war der
Hauptbau des Schlosses
vollendet. Im Jahre 1681
erklang der letzte
Hammerschlag an den beiden
Flügeln. Das „Völlig
adelige Gut“, welches auch
in die Matrikel der
westfälischen Rittersitze
eingetragen ist, wurde aus
rotem Porphyr und rotem Sand
der nahe gelegenen
Steinbrüchen errichtet. Die
starken Eichen der umliegenden
Wälder bildeten das Material
der als genial zu
bezeichnenden
Dachkonstruktion. Die
Inneneinrichtung entsprach
ganz der Pracht des
Barockzeitalters. Die
repräsentativen Räume
zierten schwere vergoldete
Ledertapeten und kunstvoll
geschnitzte Türen. In einem
Raum des Hauptgebäudes befand
sich eine Sammlung von über
hundert Feuerwaffen, die
insbesondere die Entwicklung
des Handgewehres von der
mehreren Meter langen klobigen
Hakenbüchse bis hin zum
Vorderlader mit Zündhütchen
zeigte. Das wertvollste Stück
der Gewehrkammer war die mit
kunstvollen Silbereinlagen
verzierte Büchse des
Freiherrn Friedrich Leopold
von Fürstenberg.
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| Adolfsburg
1904 |
Oberhundem
1900 |
Clemens Lothar Ferdinand
von Fürstenberg war es, der
die Bibliothek von Schloss
Schnellenberg Attendorn zur
Adolfsburg überführte und
durch zahlreiche Zukäufe
erweiterte. Insgesamt füllte
die Bibliothek das gesamte
Erdgeschoss des Schlosses aus
und umfasste etwa 20.000
Bände. Die Sammlung gehörte
zu den größten in Westfalen
und beinhaltete kostbare
Inkunabeln, Karten und
Kupferstiche sowie zahlreiche
seltene Drucke des frühen 17
Jahrhunderts.
Nur drei Fürstenberger
haben die Adolfsburg zu ihrem
ständigen Wohnsitz erwählt.
Der Erbauer Johann Adolf lebte
und amtierte dort von 1679 bis
zu seinem Tode 1704. Clemens
Lothar von Fürstenberg lebte
mit seiner Familie von 1758
bis 1788 im Schloss. Der
dritte und letzte
Fürstenberger war der 1766
auf der Adolfsburg geborene
Friedrich Leopold, der von
1819 bis 1835 die Burg
bewohnte.
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